Dass es sich bei der 13 um eine Unglückszahl handeln soll, konnten wir zur 13. Ausgabe unseres Wintercamps nicht feststellen!
Die ersten Meldungen kamen bereits im November bei uns an. Neben den „üblichen Verdächtigen“ meldeten sich auch neue Vereine aus Belgien und Frankreich.
Bereits zwei Wochen vor Anmeldeschluss war das Ferienhaus in Liefrange komplett ausgebucht. Da sich einige „alte Hasen“ dieses Jahr erst spät gemeldet hatten und wir diese nicht zurückweisen wollten, musste eine Ausweichmöglichkeit gesucht werden. Diese war mit einem Motel schnell gefunden.
Bei rund 80 Teilnehmern musste dann jedoch Schluss sein, da sonst die Kapazität der Halle für ein gutes Training überschritten worden wäre und auch in Liefrange kein Platz zum Essen mehr gewesen wäre. Leider mussten wir deshalb einigen Vereinen absagen…
Am 16., bei feuchtem Schmuddelwetter, war Henk Meijer der Erste in Liefrange. Nach und nach trudelten die Teilnehmer ein. Ein großes „Hallo“ für alte Freunde, ein freundliches Wort für neue. Zimmer wurden verteilt, Gepäck verstaut und schon konnte der erste Hunger mit Rindergulasch gestillt werden.
Währenddessen saßen die Schweizer um Nuno Damaso mangels Zugverbindung am Bahnhof Kautenbach fest. Doch auch dieses Problem wurde schnell gelöst.
Um 20:00 Uhr fand das erste Training mit Henk , Luigi und Nuno statt. Etwa 50 Teilnehmer waren bereits eingetroffen und erlebten ein flottes Training mit viel Spaß und Schweiß.
Nach dem Training ging es schnell unter die Dusche und dann ab nach Liefrange.
Hier war mittlerweile auch Ky Tu, aus Brüssel kommend, eingetroffen.
„Jetzt eine Kleinigkeit essen, was trinken und den Abend gemütlich ausklingen lassen“ war die Devise. Ein buntes Gemisch aus Belgiern, Dänen, Deutschen, Franzosen, Niederländern, Luxemburgern und Schweizern bevölkerte den Saal und der Abend endete für manchen recht spät.
„King in the evening, king in the morning“ pflegt Henk zu sagen und so waren alle beim Frühstück wieder bereit.
Zum Training wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen geteilt: einerseits die Rot und Schwarzgurte, andererseits die anderen Farbgurte. Die Gruppe der Hochgradierten war größer, was für die Qualität der Teilnehmer spricht.
Über den ganzen Tag verteilt konnte sich jeder das zu ihm passende Training aussuchen. Es wurde bei der Planung darauf geachtet, dass alle Aspekte des Taekwondo für jede Gruppe angeboten wurden. Während sich Henk und Luigi hauptsächlich um Kyorugi kümmerten, sei es mit oder ohne Pratzen, mit Westen, in Gruppen oder zu zweit, war der technische Bereich natürlich Ky Tu vorbehalten. Nuno`s Spezialbereich waren Hosinsul und Hanbonkyorugi, die oft vergessenen Kinder des TKD!
Überhaupt kam man aus dem Staunen nicht mehr raus: gleich 4 Großmeister solchen Kalibers in einer kleinen Dorfsporthalle! Trainer zum „Anfassen“, immer bereit auf Fragen zu antworten, für jede Bewegung eine Erklärung parat, nie eingebildet, immer gut drauf…
Unterbrochen von einer kleinen Mittagspause, dauerte das Training bis 17:00 Uhr. Diejenigen die noch nicht das Handtuch geworfen, respektive in der Dusche gebraucht hatten, konnten nun bei einer Massagestunde mit Ky Tu entspannen, während Nuno und Luigi den Kindern beim Training richtig einheizten. Die Begeisterung bei den Kids kannte keine Grenzen und alle arbeiteten voll mit.
Der Samstag wurde traditionell mit reichlich Pasta, Salat und Dessert abgeschlossen. Alle waren des Lobes für die gute Küche voll!!
Da Nuno an diesem Tag Geburtstag feierte, gab es auch noch Kuchen und natürlich ein Geburtstagsständchen. Überhaupt verlief der Abend sehr lustig und gesellig. Es wurde Kicker gespielt, Jenga und Kartenspiele fanden großen Anklang, oder es wurde einfach, bei einem frischen Bier, gefachsimpelt.
Die ganze Nacht über prasselten Regenschauer vom Himmel. Gegen Morgen hörte der Regen auf um…in Schnee überzugehen!!! Da einige Teilnehmer ohne Winterbereifung angereist waren, hieß es nun für diese, das Auto durch den Schnee schieben. Schon lustig, Leute in Doboks durch den Schnee hinter ihren Autos herlaufen zu sehn. Jedenfalls erregten die Taekwondoleute viel Aufsehen durch ihre Schiebeaktion. Nächstes Jahr heißt es wohl wieder „Schneeketten mieten“!!
Etwas verspätet begann das Training, an dem alle wieder mit Begeisterung teilnahmen.
Nach dem Mittagessen verabschiedeten sich bereits die Ersten. Unsere holländischen Freunde hatten alle einen weiten Heimweg, teilweise nach Nordholland. Und auch andere Vereine trauten dem Wetter nicht mehr so richtig und fuhren zeitig los.
Einzig die Franzosen und Luxemburger hielten bis zum Schluss durch und genossen das Training am Nachmittag mit Henk und Luigi.
Währenddessen war ein Teil unseres Vereins in Liefrange fleißig mit Putzen beschäftigt, um die Spuren des Wochenendes zu beseitigen. Wie bereits der Rest des Lagers verlief auch diese Arbeit reibungslos und wurde allseits gelobt.
An dieser Stelle ist ein großer Dank an alle Helfer zu richten, ohne die dieses Camp nie stattfinden könnte!!!